AK und WK für rasche Realisierung des Lobautunnels

“Ohne Lobautunnel und Stadtstraße wird der Nordosten Wiens zum Problemfall werden”, prophezeite Walter Ruck, Präsident der WK Wien anlässlich einer gemeinsamen Pressekonferenz mit AK-Präsident Rudolf Kaske, die am Montag, den 27. März stattfand. Durch das Bauvorhaben könnten bestehende Betriebsgebiete aufgewertet und potenzielle Betriebsflächen erschlossen werden, so Ruck. “Der Lobautunnel würde die Wirtschaft im 22. Bezirk ordentlich ankurbeln.”

Kritik übten beide an Planungs- und Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou , die im Gegensatz zu Bürgermeister Michael Häupl gegen das Vorhaben ist und demnächst Alternativrouten präsentieren will.
“Mir fehlt in den großen Außenbezirken die Aufmerksamkeit der Stadtplanung, die die Innenbezirke sehr wohl genießen”, so Kaske in Richtung Vassilakou.

Derzeit prüft das Bundesverwaltungsgericht (BVwG) in zweiter Instanz den positiven Umweltverträglichkeitsbescheid (UVP) für den geplanten S1-Abschnitt Süßenbrunn-Schwechat. Von der Entscheidung hängt ab, ob der Lobautunnel gebaut werden darf. Die AK rechnet damit, dass die mündliche Verhandlung im Herbst stattfindet, sollten alle Unterlagen passen.

Zeitgleich zur Pressekonferenz protestierten knapp 20 Aktivisten vor der Arbeiterkammer gegen den Bau des Tunnels. Und auch die Umweltorganisation Virus und die Grüne Fraktion in der Arbeiterkammer AUGE/UG sparten nicht mit Kritik an dem Schulterschluss von Arbeiterkammerpräsident Rudolf Kaske und Walter Ruck. Virus-Sprecher Wolfgang Rehm bezeichnete die Forderung nach einer weiteren Donauquerung in einer Aussendung als “Realitätsverweigerung”. Es solle niemand vortäuschen, dass es gut für den Wirtschaftsstandort wäre, wenn mit “vielen gepumptem Milliarden” eine Donauquerung und Zubringerautobahnen betoniert würden, die beträchtliche Schäden verursachten. Diese Investitionen brächten auch wirtschaftlich nichts, so Rehm.

Schützenhilfe bekamen Wirtaschaftskammer und Arbeiterkammer vom ÖAMTC, Asfinag und der Wiener ÖVP. Diese verteidigten das Projekt in Aussendungen.

Raubüberfall

Zwei junge Männer wurden am Sonntag Opfer eines Raubüberfalls am Heidjöchl. Zwei Unbekannte bedrohten sie mit einem Messer und forderten die Herausgabe von Wertgegenständen. Mit einem Handy und einer Baseballkappe als Beute flüchteten die Täter zu Fuß. Nach den Unbekannten wird derzeit noch gefahndet.

Neunjährige löste Großeinsatz aus

Weil sich die Großmutter mit der Abholung von der Schule Oberdorfstraße verspätete, marschierte ein neunjähriges Mädchen am Donnerstag auf eigene Faust los und verirrte sich.
Damit löste das Mädchen eine große Suchaktion mit dutzenden Beamten und Polizeihubschrauber aus. Denn als die besorgte Großmutter ihre Enkeltochter nicht finden konnte, verständigte sie die Polizei. Die Einsatzkräfte machten sich rund um die Schule und die Wohnadresse des Mädchens auf die Suche, die WienerLinien informierten Bus- und Straßenbahnfahrer.

Gegen 15.00 Uhr traf das Mädchen im Bereich der U2-Station Aspernstraße auf einen Schulfreund und seine Mutter. Gleichzeitig kamen auch Polizisten der Bereitschaftseinheit vorbei und das Mädchen konnte unversehrt ihrer Mutter übergeben werden.
Die Polizei rät Eltern, das Verhalten von Kindern in solchen Situationen genau mit ihnen zu besprechen. Insbesondere der alleinige Heimweg soll geübt werden.

Brand durch Hoverboard

Ein Brand verursachte am Samstagabend enorme Sachschäden in einm Wohnhaus in der Murrstraße. Ursache dürfte ein explodierendes Hoverboard (ein elektrisch betriebenes, zweispuriges Rollbrett ohne Lenkstange) gewesen sein.
Passanten hatten gegen 19 Uhr die Feuerwehr gerufen, als sie aus einer Wohnung in der Murrstraße Flammen und Rauch wahrnahmen.
Ausgegangen war das Feuer laut Polizei von der Ladestation, in der ein zwölfjähriger Bub sein Hoverboard platziert hatte, bevor er zu einem einem Freund in die Nachbarwohnung ging.

Die Funken griffen auf eine Matratze und andere brennbare Gegenstände über, die sich im Zimmer des Zwölfjährigen befanden. Die Mutter des Buben bemerkte erst spät das Feuer, konnte sich aber gemeinsam mit dem eineinhalb Jahre alten Geschwisterchen des Buben ins Freie flüchten. Auch ihr zwölf Jahre alter Sohn und dessen Freund konnten sich rechtzeitig aus der Nachbarwohnung ins Sicherheit bringen.
Die US-Verbraucherschutzbehörde hatte im vorigen Jahr mehr als eine halbe Million Hoverboards zurückgerufen, nachdem bekannt wurde, dass die Lithium-Ionen-Batterien überhitzen und sich entzünden können. An die 100 Zwischenfälle waren bis dahin bekannt.

Vandalen verhaftet

Am 25. November beobachtete gegen 23:35 Uhr ein Polizist außer Dienst wie zwei Männer mehrere in der Bernoullistraße abgestellte Fahrzeuge beschädigten. Es wurde auf Seitenspiegel getreten und Scheibenwischer wurden abgerissen. Der Polizist beschattete die beiden Männer und lotste die alarmierten Bezirkskräfte zu seinem Standort. Die beiden Tatverdächtigen (21 und 56 Jahre) wurden festgenommen. Eine Nachschau ergab mindestens sechs beschädigte Fahrzeuge. Die Beschuldigten befinden sich in Haft.